Jäger besuchen die Grundschule Löhne-Bahnhof
Seit zwei Wochen steht bei der Klasse 3a der Grundschule Löhne Bahnhof „Waldkunde“ auf dem Stundenplan. Klassenlehrerin Ulrike Lohöfener will so Ihren 27 Schülern die heimische Flora und Fauna, und das richtige Verhalten in Wald und Feld näher bringen. Am Dienstag, den 30.01. 2007 gab es Unterstützung durch die Jäger des löhner Hegerings. Obmann für Öffentlichkeitsarbeit Nils Otterpohl, und der stellv. Hegeringleiter Alexander Stühmeier waren eingeladen worden, den Kindern einen außergewöhnlichen Schultag zu bereiten. Morgens wurden die Gäste freundlich im Klassenzimmer empfangen. Zwei Schulstunden lang zeigte Nils Otterpohl den aufmerksamen Schülern, anhand von Bildern und Folien die heimische Wildbahn. Die Kinder lernten, dass ein Reh nicht die Frau vom Hirsch ist, warum es immer mehr Wildschweine gibt, und dass man ein gefundenes Rehkitz nicht anfassen soll, weil die Ricke (Rehmutter) es dann nicht mehr am Geruch erkennen kann. Den Kinder zu vermitteln, dass bei den Jägern nicht das Erlegen des Wildes im Vordergrund steht, sondern vielmehr das Hegen, der Biotopschutz und die Erhaltung eines artenreichen Wildbestandes war Otterpohl dabei sehr wichtig. Anschließend konnten die Kinder die vielen Fragen stellen, die die Schulklasse am Vortag zusammen mit Klassenlehrerin Ulrike Lohöfener erarbeitet hatte: „Wie alt wird ein Reh?“, „Wie viele Junge bekommt ein Fuchs?“, „Warum haben Hirsche ein Geweih?“, Sogar auf die Frage, ob Wildschweine auch Vogelspinnen fressen würden, hatte der Jäger schmunzelnd eine Antwort parat.
Nach der großen Pause ging es dann nach draußen, wo schon der Anhänger der Kreisjägerschaft Herford bereitstand. Die vielen Präparate und Exponate waren zweifellos der Höhepunkt des Tages. Hier durfte mal probiert werden, wie sich ein Fuchsfell anfühlt, oder welch schwere Last ein Hirsch mit seinem Geweih zu tragen hat. Am Ende konnten die Schüler bei einer kleinen „Prüfung“ ihr neu erlerntes Wissen unter Beweis stellen. „Fast alle Kinder haben bei dem Test null Fehler gemacht“ stellte der stellv Hegeringleiter Alexander Stühmeier erfreut fest. Und so konnten alle Kinder bevor sie die beiden Jäger verabschiedeten, stolz ihre „Jäger-Diplome“ entgegennehmen.
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