Ein Halali zum Geburtstag

28. Dezember 2009 von admin

Die Neue Westfälische berichtet am 08.12.2009

Der Hegering Löhne feiert 80-jähriges Bestehen

Verantwortungsbewusst jagen und sich mit der Natur verbunden fühlen – das sind die Argumente, die die Jäger den Vorurteilen gegen sie entgegenbringen. Denn diese wertvolle Arbeit im Sinne des Landschaftschutzes wird von der Öffentlichkeit oft falsch verstanden. Viele erkennen den Jäger nur als den, der auf alles schießt, was sich bewegt. Das zu ändern war und bleibt Ziel des Hegerings Löhne, der 80. Geburtstag feiert.

„Das Waidmannshandwerk hat jedoch sehr viel mit der Hege des Wildes, dem Schutz der Natur und der Sorge um das ökologische Gleichgewicht im Revier zu tun“, erklärt Hegeringleiter Manfred  Wickenkamp.

Der Hegering Löhne setze sich dafür seit vielen Jahren ein, genaugenommen seit acht Jahrzehnten. Am 13.Dezember 1929 fanden sich die Jäger des damaligen Amtsbezirks Gohfeld und Mennighüffen zu einer Versammlung zusammen. Anlass war die Gründung eines Hegerings. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg war das Wild in und um Löhne nahezu ausgerottet worden. Durch gezielte Hegemaßnahmen wollten die Jäger wieder einen normalen Wildbesatz erreichen. Dem gründenden Vorstand schlossen sich noch im selben Jahr 15 Interessierte an, sodass der Hegering schon im Gründungsjahr aus 25 Jägern bestand.

„Als in den weiteren Jahren der Jagdschutzverband gegründet wurde, trat der Hegering natürlich bei. Besonders beeindruckende Leistungen hat sich in der Hege unseres Niederwildes Otto Blomeyer erworben“, sagt Manfred  Wickenkamp.

Blomeyer, ehemaliger Kreisverbandsberater und Löhner Hegeringleiter, hat seit 1958 eine Statistik über das erlegte Wild geführt, die heute noch fortgeschrieben wird. Ein Vergleich zeigt, dass die Zahlen der Jagd deutlich zurückgegangen sind.

„Vor allem im Straßenverkehr gab es immer mehr Verluste beim Rehwild“, so  Wickenkamp.

Und nicht nur dort: 1964 war die Jagdzahl der Hasen mit 653 noch deutlich höher als im vergangenen Jahr mit nur 162.

„Wir Jäger dürfen die Natur unmittelbarer erleben als andere. Was die Jäger im Naturschutz geleistet haben, kann sich sehen lassen“, sagt Jochen Meyer zu Bexten von der Kreisjägerschaft.

Heute hat der Hegering Löhne 115 Mitglieder. Fürs Image tun die Jäger auch musikalisch eine Menge – durch die Jagdhornbläser unter der Leitung von Dieter Schlage. Auf die Feier des 80-jährigen Bestehens konnten sich die Besucher mit dem Hubertusgottesdienst einstimmen. Die Kirchengemeinde Obernbeck stellte das Gemeindehaus zur Verfügung. Die Jagdfreunde sorgten mit ihrer Wildbretspende für einen Wildgulasch. Besucher waren unter anderem Bürgermeister Heinz- Dieter Held, der Vorsitzende des Vereinsrings Obernbeck Egon Schewe, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Jochen Meyer zu Bexten mit den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes, die Parforce-Horngruppe Grönegau unter Leitung von Richard Kuchem und die Mitglieder des Angelsportvereins Löhne.

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